Goetheanum mit Nebenbauten - Dornach, SO, Switzerland
Posted by: Groundspeak Premium Member fi67
N 47° 29.173 E 007° 37.181
32T E 396017 N 5260121
Quick Description: The Goetheanum, located in Dornach (near Basel), Switzerland, is the world center for the anthroposophical movement.
Location: Solothurn, Switzerland
Date Posted: 5/23/2012 5:42:09 AM
Waymark Code: WMEFP3
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Long Description:
EN: "The Goetheanum, located in Dornach (near Basel), Switzerland, is the world center for the anthroposophical movement. Named after Johann Wolfgang von Goethe, the center includes two performance halls (1500 seats), gallery and lecture spaces, a library, a bookstore, and administrative spaces for the Anthroposophical Society; neighboring buildings house the Society's research and educational facilities. Conferences focusing on themes of general interest occur several times a year. Specialist conferences for teachers, farmers, doctors, therapists, and other professions are held regularly, as well.

The Goetheanum is open for visitors seven days a week and offers tours several times daily.

[... (First Goetheanum 1913-19, destroyed 1922)]

In the course of 1923, Steiner designed a building to replace the original. This building, now known as the Second Goetheanum, was wholly built of cast concrete. Begun in 1924, the building was not completed until 1928, after the architect's death. It represents a pioneering use of visible concrete in architecture and has been granted protected status as a Swiss national monument. Art critic Michael Brennan has called the building a "true masterpiece of 20th-century expressionist architecture".

The present Goetheanum houses a 1000-seat auditorium, now the center of an active artistic community incorporating performances of its in-house theater and eurythmy troupes as well as visiting performers from around the world. Full remodelings of the central auditorium took place in the mid-1950s and again in the late 1990s. The stained glass windows in the present building stem from Steiner's time; the painted ceiling and sculptural columns are contemporary replications or reinterpretations of those in the First Goetheanum.

In a dedicated gallery, the building also houses a nine-meter high wooden sculpture, The Representative of Humanity, by Edith Maryon and Rudolf Steiner.

Steiner's architecture is characterized by a liberation from traditional architectural constraints, especially through the departure from the right-angle as a basis for the building plan. For the first Goetheanum he achieved this in wood by employing boat builders to construct its rounded forms; for the second Goetheanum by using concrete to achieve sculptural shapes on an architectural scale. The use of concrete to achieve organically expressive forms was an innovation for the times; in both buildings, Steiner sought to create forms that were spiritually expressive.

Steiner suggested that he had derived the sculptural forms of the first Goetheanum from the spiritual world, rather than by imitating forms of the physical world or through abstract theorizing.

Steiner designed approximately 12-13 other built structures, principally residences in and around Dornach. Steiner is one of very few major architects who was never the pupil of another major architect.

Architects who have visited and praised the Goetheanum's architecture include Henry van de Velde, Frank Lloyd Wright, Hans Scharoun and Frank Gehry." (Wikipedia)

DE: "Das Goetheanum ist ein Gebäude in Dornach, rund zehn Kilometer südöstlich von Basel, in der Schweiz. Es dient als Sitz und Tagungsort der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft und vor allem als Festspielhaus und Theaterbau. Nachdem in der Nacht zum 1. Januar 1923 das erste Goetheanum, benannt nach Johann Wolfgang von Goethe, durch Brandstiftung zerstört worden war, wurde 1928 der Nachfolgebau eröffnet. Beide Entwürfe stammen von Rudolf Steiner. Bei dem markanten wie monumentalen Sichtbetonbau mit weit gespanntem Dach gehört der weitestgehende Verzicht auf rechte Winkel zum Identitätsmerkmal der anthroposophischen Architektur. Das stilistisch oft dem Expressionismus zugerechnete monolithische Bauwerk wirkt skulptural geformt und sollte nach Steiners Vorstellung „das Wesen organischen Gestaltens“ zum Ausdruck bringen.[1] Zusammen mit anderen stilistisch ähnlichen Bauten in der näheren Umgebung bildet das seit 1993[2] unter Denkmalschutz stehende Goetheanum ein Ensemble und zählt zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung im Kanton Solothurn. Als grundlegendes bauliches Vorbild hat das Goetheanum zudem Impulse für die gesamte anthroposophische Architektur gegeben, zu denen beispielsweise die Gebäude vieler Waldorfschulen zählen.

[... (Erstes Goetheanum 1913-19, zerstört 1922)]

Anfang 1925 begannen die Abbrucharbeiten des alten Sockelbaus. Neben der Terrasse wurden Teile des Fundaments weggesprengt. Kurze Zeit später, am 30. März 1925, starb Rudolf Steiner im Alter von 64 Jahren; er konnte die Vollendung des zweiten Goetheanums nicht mehr erleben. Zur Ausführung der Bauarbeiten errichtete die Anthroposophische Gesellschaft ein eigenes Baubüro, um Fachkräfte, Material und Baumaschinen in Eigenregie bereitzustellen. Damit wich das Vorgehen vom Bau des ersten Goetheanums ab, bei dem sich noch die Basler Baugesellschaft als Unternehmer engagiert hatte, womit sie nicht ganz zufrieden gewesen war. In den Jahren 1925 bis 1928 waren im Schnitt 100 Personen am Bau beteiligt, darunter Zimmerleute, Schreiner, Eisenbieger, Maurer und Zementer, Poliere, Betonierer, Elektriker, Mechaniker und Malerhandwerker. Dabei erhielt die Gesellschaft viele Briefe, teilweise aus dem Ausland, von Menschen, die am Bau mitwirken wollten; davon waren einige bereits am ersten Bau beteiligt gewesen. Die Bauarbeiten gingen gut voran: der Sommer 1926 begann mit der Holzverschalung und Stahlbewehrung des Dachstuhls, der zum 29. September dieses Jahres, dem Michaelistag, beim Richtfest begehbar wurde. Als problematisch erwies sich das Sammeln von Spendengeldern. Neben den rund 3,1 Millionen Franken aus der Gebäudebrandversicherung waren für die Kostendeckung weitere 1,5 Millionen Franken nötig. Neben Rundschreiben fanden vom 22. Mai bis zum 9. November 1927 für die Sammlung der Gelder auch Lichtbildvorträge in vielen Städten Europas statt.

Am 29. September 1927 überführte man eine Holzstatue in den Ostteil des noch unfertigen Bauwerks. Die Baustelle wurde lokal wie international viel beachtet und von Persönlichkeiten aus Architektur und Politik besichtigt. Neben Imai Kenji, der bereits 1926 den Bau besuchte, sahen sich 1927 Le Corbusier und der damalige Schweizer Bundespräsident Giuseppe Motta die Goetheanums-Baustelle an. Auch die Bevölkerung interessierte sich zunehmend für das Bauwerk. Tausende Interessenten stellten Anfragen, ob sie durch den unfertigen Bau geführt werden könnten. Aus diesem Grund fand am 1. Juli 1928 eine Führung statt, an der über 1000 Personen teilnahmen. Die offizielle Eröffnung wurde am 29. September 1928 vorgenommen.

Mit seinen gewaltigen Dimensionen steht der Betonbau des zweiten Goetheanums als einzigartiges Beispiel für die „organische Architektur“. Die plastisch gestalteten Aussenwände mit ihren doppelt gebogenen Flächen unterscheiden sich von früheren Versuchen, die Betonwand frei zu gestalten, etwa dem eines Antoni Gaudí. Die Funktion der Säulen wird nicht nur als eine tragende, aufstrebende gesehen, sondern eine von oben nach unten gehende, die den Bau mit der Erde verbindet. Die Wahl fiel auf den Baustoff Beton wegen der Feuersicherheit und wohl auch, weil der Wiederaufbau mit diesem Baustoff verhältnismässig schnell und kostengünstig möglich war.

Bis 1929 verbrauchte der Bau mit einem teilweisen Ausbau im Inneren 4'765'491 Franken, bis Ende 1934 waren es rund 5'188'000 Franken. Weil aus Deutschland der Hauptteil der Spendengelder floss, stockten die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkriegs und der weitere Innenausbau konnte erst in den 1950er Jahren fortgesetzt werden. Der Grosse Saal blieb bis 1957 unvollendet und wurde mit seinen vom ersten Goetheanum übernommenen Deckenmalereien, der neuen Bestuhlung und den heftig diskutierten Säulen erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts fertig. Insgesamt beliefen sich die Baukosten auf sieben Millionen Schweizer Franken, was einem inflationsbereinigten Wert von rund 98 Millionen Franken im Jahr 2005 entsprach.

[...]

Das Goetheanum mit seinem Sockelunterbau erstreckt sich in Ost-West-Richtung 90,2 Meter, in Nord-Süd-Richtung 85,4 Meter. Der Oberbau selbst misst 72 Meter Länge, 64 Meter Breite und ragt 37,2 Meter in die Höhe. Der umbaute Raum fällt mit 110'000 Kubikmetern, davon 15'000 Kubikmeter Beton, fast doppelt so gross aus wie bei seinem Vorgängerbau mit 66'000 Kubikmeter. Die vereinnahmte Grundfläche beträgt 3'200 Quadratmeter, die Oberfläche des Sockels 3'300, die des Hochbaus 5'500 Quadratmeter. Die konkaven und konvexen Ausformungen des in Sichtbeton errichteten Bauwerks erinnern an einen monumentalen Bunker – wie es der Architekturkritiker Christoph Hackelsberger sieht – und seine zerklüftete Formgebung entfaltet eine lichtabhängige Ästhetik. Die Aussenmasse und der exponierte Standort auf dem 370 m ü. M. gelegenen Hügel im Tal der Birs machen das Goetheanum weit über die Grenzen der Gemeinde sichtbar.

An der repräsentativen Westfassade befindet sich – eingelassen in der tragenden Sockelkonstruktion – das dreigeteilte Hauptportal. Darüber umrahmt eine ausladende Terrasse das Goetheanum rundum. Über den Sockel erheben sich zwei monumentale Glasflächen, die untere ist spinnennetzartig profiliert und besitzt eine zweiflügelige Tür, die den Zugang zur Terrasse vom Inneren ermöglicht. Die Fensterfront darüber ist in rechteckige Segmente unterteilt und an der oberen Kante abgeschrägt. Die beiden Fensterfronten bilden die Westfassade des risalitartigen, organisch ausgeformten Baukörpers, der das architektonische Hauptkennzeichen des Goetheanums ist. Das mit grauen Schindeln gedeckte Dach wölbt sich ähnlich dem Panzer einer Schildkröte wie schützend über die gesamte Konstruktion. Beidseitig der Westfassade flankieren zwei Säulen – sogenannte Luftwurzeln (? Luftwurzel) – und ragen in den vom Balkon gebildeten Innenhof. Allerdings kommt diesen keine baulich tragende Funktion zu. Da die Dachlast von den Saalwänden getragen wird, sind die Luftwurzeln mit Dehnungsfugen vom Dach getrennt. Charakteristisch für das Bauwerk sind abgeschrägte Ecken und Trapeze, die sich in verschiedenen Varianten an vielen Bauteilen finden lassen, wie beispielsweise an den trapezförmigen Pfeilerköpfen am Nord- und Südeingang.

An den Längsseiten befinden sich auf Höhe des Konzertsaals schlanke Fenster, im östlich zugewandten Teil dominieren kleine Fenster mit zumeist wechselnden polygonalen Aussenumrissen. Diese Gestaltung setzt sich in der eher schlicht und weniger monumental wirkenden Ostfassade fort. Sie ist streng symmetrisch zur Mittelsenkrechten aufgebaut. An Ost- und Nordseite befinden sich Parkplätze für die Mitarbeiter des Goetheanums.

[...]" (Wikipedia)
Country/Land: Switzerland / Schweiz

Original Reference: Solothurn, A-Objekte, Seite 312 (2)

Address:
Hügelweg 45 4143 Dornach


Year built: 1928

URL reference: [Web Link]

Additional URL: [Web Link]

Visit Instructions:
[English] To log a visit, please post a photo of the location you took yourself. You do not have to be in the picture. Please do NOT post pictures of your GPSr! Tell us about your visit. If you cannot provide a photo your visit will still be welcome, but then tell us a bit more, please.

[Deutsch] Bitte postet ein Foto, das ihr selbst gemacht habt. Bilder von Euch selbst sind nicht erforderlich, Bilder von Eurem GPS-Gerät möchten wir gar nicht sehen. Erzählt uns etwas von eurem Besuch. Falls Ihr kein Foto habt, könnt ich trotzdem einen Besuch loggen, aber dann möchten wir bitte ein bisschen mehr Text sehen.
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